Autor: Simon Miller

Das Wichtigs­te in Kürze:

  • Platzie­rung und Ästhe­tik: Innen­fil­ter befin­den sich direkt im Aquari­um und können das Gesamt­bild beein­träch­ti­gen, während Außen­fil­ter außer­halb des Beckens platziert werden und somit das Erschei­nungs­bild des Aquari­ums nicht stören.
  • Leistungs­fä­hig­keit und Eignung: Außen­fil­ter sind leistungs­stär­ker und eignen sich beson­ders für größe­re Aquari­en mit einem Volumen von mehr als 100 Litern, da sie eine höhere Filter­ka­pa­zi­tät bieten.
  • Kosten und Wartung: Innen­fil­ter sind in der Regel kosten­güns­ti­ger und einfa­cher zu warten, was sie zu einer prakti­schen Wahl für kleine­re Aquari­en macht.

Viele kennen es: Das Aquari­um ist da, die Fische und Pflan­zen sind ausge­sucht, doch die Entschei­dung bezüg­lich eines Filters ist noch nicht gefallen.

Um diese Entschei­dung zu erleich­tern, haben wir Außen­fil­ter und Innen­fil­ter für Aquari­en genau­er unter die Lupe genom­men, ihre Eigen­schaf­ten erörtert und alle Vor- und Nachtei­le mitein­an­der verglichen.

Anschlie­ßend kann jeder selbst entschei­den, welcher Filter für das eigene Aquari­um am besten ist, denn bei einem sind wir uns alle einig:

Jedes Aquari­um benötigt einen Filter um Schmutz und Schad­stof­fe aus dem Wasser zu entfer­nen und das fragi­le Ökosys­tem im Becken zu schützen.

Was machen Aquari­um Filter?

Wer ein Aquari­um besitzt, merkt schnell – ohne Aquari­um Filter geht nichts. Bereits nach kurzer Zeit beginnt das Wasser im Aquari­um zu verschmut­zen und trüb zu werden. Um dem entge­gen­zu­wir­ken hilft ein Aquari­um Filter.

Dieser saugt mithil­fe einer Pumpe das Wasser in das Filter­ge­häu­se. Dort gelangt es durch mehre­re Filter­ma­te­ria­li­en, die Verschmut­zun­gen, Schwe­be­teil­chen und Rückstän­de herauszufiltern.

Auch Keime und Schad­stof­fe haben keine Chance, denn durch die im Filter­ma­te­ri­al angesie­del­ten Mikro­or­ga­nis­men, werden diese effek­tiv zu Nährstof­fen umgewandelt.

Anschlie­ßend gelangt das Wasser wieder durch einen Auslass in das Aquari­um. Dadurch entsteht eine Strömung, die das austre­ten­de Wasser mit dem im Aquari­um befind­li­chen Wasser vermischt.

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Was müssen Aquari­um Filter können?

Damit das Wasser im Aquari­um effek­tiv gerei­nigt werden kann, gilt die Faust­re­gel, dass der Filter das Aquari­um­was­ser zweimal pro Stunde umwäl­zen können muss.

Da die Herstel­ler­an­ga­ben der Durch­fluss­leis­tung sich jedoch in den meisten Fällen auf leere Aquari­en bezie­hen, also ohne Pflan­zen, Hardscape und Lebewe­sen, sollten auf das doppel­te Aquari­um Volumen weite­re 30% hinzu­ge­rech­net werden.

Dadurch ist man auf der siche­ren Seite und erlebt kein böses Erwachen, falls der Filter doch nicht die notwen­di­ge Leistung erbringt.

Aber auch das Filter­vo­lu­men spielt eine bedeu­ten­de Rolle. Denn je größer das Filter­vo­lu­men, desto mehr Filter­me­di­en und Mikro­or­ga­nis­men finden darin Platz.

Im Zweifels­fall sollte man sich also für den Filter mit dem größe­ren Filter­vo­lu­men entschei­den, solan­ge die Durch­fluss­leis­tung stimmt.

Wie werden Aquari­um Innen­fil­ter oder Außen­fil­ter gereinigt?

Da beide Aquari­um Filter über Filter­me­di­en verfü­gen, die durch Schwe­be­teil­chen verstop­fen können, ist es wichtig diese von Zeit zu Zeit zu reini­gen. Dabei gilt es aller­dings einige Aspek­te zu beach­ten, um das fragi­le Ökosys­tem nicht zu schädigen.

Ein Aspekt ist, dass nicht alle Filter­me­di­en auf einmal gerei­nigt werden dürfen, da sonst zu viele der notwen­di­gen Mikro­or­ga­nis­men verlo­ren gehen.

Außer­dem darf bei der Reini­gung kein warmes Wasser verwen­det werden. Aquari­um­was­ser ist hierfür am besten geeig­net, da sich dort ebenfalls Mikro­or­ga­nis­men befinden.

Auch darf der Filter ledig­lich im Wasser ausge­drückt und nicht ausführ­lich gewaschen werden. Dadurch geht nur der Schmutz verlo­ren und die meisten Mikro­or­ga­nis­men überleben.

Was es weiter zu beach­ten gilt, sowie ausführ­li­che Schritt-für-Schritt Anlei­tun­gen für das Reini­gen von Außen­fil­tern und Innen­fil­tern, zeigen wir in unserem Artikel: „Aquari­um Filter reini­gen: […]“.

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Aquari­um Innen­fil­ter: Klein und effektiv

Beson­ders in kleinen Aquari­en mit weniger als 100 Litern Fassungs­ver­mö­gen finden Aquari­um Innen­fil­ter Verwen­dung. Ein Grund dafür ist das meist gerin­ge­re Filter­vo­lu­men, welches für größe­re Becken ungeeig­net ist.

Durch die Platzie­rung im Aquari­um, entwe­der mithil­fe von Saugknöp­fen oder durch ankle­ben, braucht man bei Innen­fil­tern keine Angst haben, dass Wasser auslau­fen könnte.

Ein Nachteil hierbei ist aller­dings, dass sie einiges an Platz inner­halb des Beckens einneh­men. Dadurch sind sie sehr gut sicht­bar und müssen hinter Hardscape oder Pflan­zen versteckt werden. Anderer­seits wird aber auch kein zusätz­li­cher Platz außer­halb des Aquari­um benötigt.

Ein weite­rer Vorteil ist der gerin­ge Strom­ver­brauch des Innenfilters.

Zudem sind sie meist sehr leise, da sie sich unter Wasser befin­den. Sollten sie doch mal etwas lauter werden, kann es daran liegen, dass das Gehäu­se das Glas des Aquari­ums berührt und sich somit die Schwin­gun­gen übertragen.

Wer mehr über Aquari­um Innen­fil­ter erfah­ren möchte, kann gerne in unserem Artikel „Aquari­um Innen­fil­ter – Klein aber leistungs­stark“ stöbern.

Alle Vor- und Nachtei­le von Innen­fil­ter im Überblick

Vortei­leNachtei­le

kosten­güns­tig

ist im Becken sichtbar

leise

gerin­ges Filtervolumen

leistungs­stark bei Aquari­en unter 100 Liter

wenig Filter­ma­te­ri­al

platz­spa­rend

muss öfter gerei­nigt werden

einfa­che­re Reini­gung als beim Außenfilter

strom­spa­rend

Aquari­um Außen­fil­ter: Leistungs­stark und Unauffällig

Wer Aquari­en ab 100 Liter bevor­zugt, kann sich getrost an Aquari­um Außen­fil­ter halten. Dank des großen Filter­vo­lu­mens erzie­len sie eine hohe Filter­leis­tung und sind bestens für größe­re Aquari­en geeignet.

Da der gesam­te Filter außer­halb des Aquari­ums steht und ledig­lich zwei Schläu­che zu sehen sind, bleibt im Becken mehr Platz zur Verfügung.

Ein Nachteil ist jedoch, dass man unter­halb oder neben dem Aquari­um einen zusätz­li­chen Schrank für den Filter benötigt. Außer­dem kann bei einem Defekt Wasser austre­ten und einen Wasser­scha­den verursachen.

Auch der Strom­ver­brauch ist etwas höher, da die verbau­ten Pumpen mehr Leistung erzie­len müssen.

Der hervor­ste­chends­te Vorteil ist jedoch die länge­re Stand­zeit zwischen den Reinigungen.

Dadurch gehen weniger Mikro­or­ga­nis­men verloren.

Zudem gestal­tet sich die Reini­gung leich­ter, da man den Filter nicht umständ­lich aus dem Becken entfer­nen muss und ledig­lich die Filter­kör­be heraus­ge­nom­men werden.

Wer mehr über Aquari­um Außen­fil­ter wissen möchte, findet detail­lier­te Angaben in unserem Artikel „Aquari­um Außen­fil­ter: […]“.

Alle Vor- und Nachtei­le von Außen­fil­ter im Überblick

Vortei­leNachtei­le

Großes Filter­vo­lu­men

Defekt kann zu Wasser­schä­den führen

Schläu­che sind leich­ter zu verstecken

Unter­schrank (o.Ä.) erforderlich

Mehr Platz im Aquarium

Höhere Kosten

Reini­gung ohne Lebewe­sen im Wasser zu stören

Garne­len, Klein­fi­sche könnten einge­saugt werden

Flexi­ble Bestü­ckung des Filtermaterials

Höherer Strom­ver­brauch

Direk­ter Vergleich zwischen Innen­fil­ter und Außenfilter

Nachfol­gend führen wir einen direk­ten Vergleich zwischen Innen­fil­ter und Außen­fil­ter auf.

Davor kann aber gesagt sein, dass der wesent­li­che Unter­schied der beiden Filter die Platzie­rung, die Kosten und die Filter­leis­tung sind.

Innen­fil­ter

Außen­fil­ter

Bis 100 Liter FassungsvermögenAb 100 Liter Fassungsvermögen
Preis­wer­terTeurer
Im Aquari­umAußer­halb des Aquariums
Kurze Stand­zeitLange Stand­zeit
Gerin­ge­res FiltervolumenHohes Filter­vo­lu­men
Niedri­ger StromverbrauchHöherer Strom­ver­brauch
Müssen hinter Pflan­zen versteckt werdenUnsicht­bar im Unterschrank
Zusätz­li­che Technik im Aquari­um platzierbarZusätz­li­che Technik am Filter platzierbar
Umständ­li­che­re ReinigungEinfa­che Reinigung

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Aquari­um Innen­fil­ter oder Außen­fil­ter gleich­zei­tig: Geht das?

Wenn sich die Besat­zung, die Pflan­zen oder das Hardscape ändern oder man das eigene Aquari­um gegen ein Größe­res ersetzt, kann es vorkom­men, dass der Aquari­um Filter nicht mehr ausreicht.

In diesem Fall ist meistens die nahelie­gends­te Lösung den alten Filter gegen ein neues (leistungs­stär­ke­res) Modell auszu­tau­schen.

Bei kleine­ren Aquari­en mit Innen­fil­tern stimmt das vielleicht, aller­dings wird es bei Größe­ren mit Außen­fil­tern kostspie­li­ger, weshalb auf eine andere Metho­de zurück­ge­grif­fen werden kann.

Exper­ten­tipp

Anstatt einen neuen Außen­fil­ter zu kaufen, ist es möglich einen Filter zusätz­lich im Becken zu installieren.

Voraus­set­zung hierfür ist aller­dings ausrei­chend Platz im Becken, weshalb sich diese Metho­de eher für Becken ab 150 Liter eignet.

Außer­dem muss man aufpas­sen, dass das Wasser nicht zu sehr gerei­nigt wird, denn steril sollte es nicht sein.

Auch kommt es immer darauf an, wie groß der Unter­schied zwischen dem vorhe­ri­gen Aquari­um Becken zum Neuen ist.

Sollte er zu groß sein, ist es weiter­hin sinnvoll einfach einen neuen Filter anzuschaffen.

Wann kann ich Aquari­um Innen­fil­ter oder Außen­fil­ter gleich­zei­tig verwenden?

Um einen genau­en Überblick zu bekom­men, wann es sinnvoll ist zwei Filter gleich­zei­tig zu verwen­den und wann nicht, haben wir hier eine kleine Auflis­tung.

1. Während der Einlaufphase

Wer einen neuen Filter erstan­den hat und diesen einsetz­ten möchte, kann während der Einlauf­pha­se den alten Filter kurzzei­tig weiter­hin verwenden.

Sobald sich Mikro­or­ga­nis­men im neuen Filter angesie­delt haben, ist es aller­dings nicht mehr notwen­dig.

2. Vergrö­ße­rung des Beckens

Wie oben genannt, kann es vorkom­men, dass das alte Becken gegen ein Größe­res ausge­tauscht wird. In den meisten Fällen ist der Filter dann nicht mehr ausreichend.

Um ihn aller­dings nicht erset­zen zu müssen (kostspie­li­ger), ist es möglich einen günsti­ge­ren Filter zusätz­lich im Becken zu installieren.

3. Für eine besse­re Strömung

Sollte der Besatz sich ändern und die Strömung nicht mehr ausrei­chen, kann man optio­nal einen weite­ren Innen­fil­ter im Becken installieren.

Dieser kann ledig­lich mit einem Vorfil­ter bestückt werden, wodurch er die Filter­leis­tung des Haupt­fil­ters nicht beeinträchtigt.

Achtung

Wir empfeh­len, einen einzi­gen Filter zu verwen­den, der den eigenen Ansprü­chen entspricht. Ausnah­men bilden Notfäl­le wie Algen­be­satz und die Einlauf­pha­se.


Wie kann man einen Aquari­um Filter­wech­sel richtig vornehmen?

Wenn ein neuer Filter erstan­den wurde und dieser nun im Becken angeschlos­sen werden soll, muss man unbedingt darauf achten, dass die Mikro­or­ga­nis­men weiter­hin vorhan­den sind.

Da diese aller­dings größten­teils in den Filter­me­di­en im Filter leben, gibt es drei Möglich­kei­ten dies zu gewährleisten.

  1. Zwei Filter verwen­den (während der Einlaufphase)
  2. Filter­ma­te­ria­li­en austau­schen (zwischen den Filtern)
  3. Neuen Filter animp­fen

Wer genau wissen möchte, wie diese drei Varian­ten funktio­nie­ren, findet weite­re Infor­ma­tio­nen in unserem Artikel: „Aquari­um Filter­wech­sel richtig vorneh­men: […]“.

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Unser Fazit

Wer sich fragt, ob Aquari­um Innen­fil­ter oder Außen­fil­ter besser sind, sollte die zuvor genann­ten Unter­schie­de genau durch­le­sen und dabei überle­gen, welche Aspek­te am wichtigs­ten sind.

Dabei darf aller­dings die Größe des Aquari­ums nicht außer Acht gelas­sen werden, da Innen­fil­ter ledig­lich bis 150 Liter (Abwei­chun­gen bei sehr großen Innen­fil­tern möglich) verwen­det werden sollten.

Fest steht aller­dings, dass es unabding­bar ist einen Filter zu verwenden.


Über den Autor

Simon Miller

Ich bin Simon Miller, Gründer von Filter-Vielfalt.de. Hier teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen rund um Wasser-, Luft- und Haushaltsfilter. Mein Ziel: verständliche Infos, ehrliche Vergleiche und praktische Tipps – damit du schnell den passenden Filter findest.

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