Autor: Simon Miller

Das Wichtigs­te in Kürze:

  • Regel­mä­ßig­keit des Filter­wech­sels: Filter im Aquari­um sollten alle 4–6 Wochen gewech­selt werden, um eine optima­le Wasser­qua­li­tät zu gewährleisten.
  • Vorsichts­maß­nah­men: Beim Wechseln sollte man den Filter nicht vollstän­dig reini­gen, um nützli­che Bakte­ri­en für die biolo­gi­sche Filtra­ti­on zu erhalten.
  • Optimie­rung des Filter­wech­sels: Ein langsa­mes Abspü­len des Filters mit Aquari­en­was­ser verhin­dert, dass wertvol­le Mikro­or­ga­nis­men verlo­ren gehen.

Einen Aquari­um Filter­wech­sel im laufen­den Betrieb und ohne die richti­gen Kennt­nis­se vorzu­neh­men, kann für die darin leben­den Tiere und Pflan­zen tödlich sein.

Worauf Sie deshalb achten sollten und auf welche Tricks Sie zurück­grei­fen können, erfah­ren Sie hier.

Wie tauscht man Aquari­um Filter im laufen­den Betrieb?

Da im Inneren des Aquari­um Filters viele wichti­ge Bakte­ri­en leben, die für den Abbau von Schad­stof­fen sorgen, muss man einige Dinge beach­ten, um einen Aquari­um Filter­wech­sel im laufen­den Betrieb vorneh­men zu können.

Ein wichti­ger Punkt ist, dass die im alten Filter befind­li­chen Mikro­or­ga­nis­men sich maßgeb­lich im Stick­stoff­kreis­lauf des Aquari­ums beteiligen.

Sie sind dafür zustän­dig, durch organi­sche Abfäl­le entste­hen­des Ammoni­um (NH4) in Nitrit (NO2) und anschlie­ßend in Nitrat (NO3) umzuwandeln.

Beach­te

Während Nitrat (NO3) in norma­len Dosen ungefähr­lich für Aquari­um-Bewoh­ner ist, ist Nitrit (NO2) bereits in gerin­gen Konzen­tra­tio­nen giftig.

Wenn der pH-Wert steigt, kann sich zudem das unpro­ble­ma­ti­sche Ammoni­um im Wasser in hochgif­ti­ges Ammoni­ak (NH3) verwandeln.

Dieses ist für alle Fische, Garne­len, Krebse, als auch für Schne­cken gefährlich.

Deshalb ist es äußerst wichtig einen gut arbei­ten­den Filter im Aquari­um zu haben, der die dort leben­den Tiere aktiv vor gifti­gen Stoffen schützt.

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Mehr Infor­ma­tio­nen

Wird der alte, einge­fah­re­ne Filter nun durch einen neuen Filter mit frischen Filter­ma­te­ria­li­en ersetzt, fehlen wichti­ge Mikro­or­ga­nis­men zur Schad­stoff­be­kämp­fung.

Das kann zu einem Anstieg der Ammonium/​Ammoniak und Nitrit Konzen­tra­ti­on im Wasser führen.

Da der neue Filter einige Zeit braucht, bis sich neue Mikro­or­ga­nis­men in ihm etablie­ren, kann es folglich zu vergif­te­ten oder sogar verstor­be­nen Tieren kommen.

Doch wie löst man dieses Problem?

Exper­ten­tipp

Beobach­ten Sie während des Aquari­um Filter­wech­sel den Tierbe­stand inten­si­ver nach Anzei­chen von eventu­el­len Vergif­tungs­er­schei­nun­gen.

Testen Sie außer­dem den Ammonium/​Ammoniak und Nitrit-Wert des Wassers, um einen mögli­chen Anstieg der Substan­zen frühzei­tig zu erkennen.




Zwei Filter verwenden

Solan­ge beide Filter intakt sind, ist es möglich, für eine gewis­se Einlauf­zeit beide Filter im Aquari­um zu verwenden.

Dabei wird neben dem alten Filter der neue zusätz­lich im Aquari­um installiert.

Voraus­set­zung

Voraus­set­zung hierfür ist jedoch, dass genügend Platz am oder im Aquari­um vorhan­den ist.

Die Verwen­dung beider Filter hat den Vorteil, dass die Mikro­or­ga­nis­men des alten Filters nicht verlo­ren gehen und der neue Filter genügend Zeit hat, um im Sinne des Stick­stoff­kreis­lau­fes einfah­ren zu können.

Nach ungefähr zwei bis drei Wochen ist es möglich den alten Filter zu deinstallieren.

Aller­dings sollten die Ammonium/​Ammoniak und Nitrit-Werte des Wassers, genau­so wie der Tierbe­satz anschlie­ßend gut beobach­tet werden. Denn in einigen Fällen kann es dennoch zu einem Anstieg der schäd­li­chen Stoffe kommen.

Das liegt vermut­lich daran, dass zwar zwei Filter die Besied­lungs­plät­ze für Bakte­ri­en fast verdop­peln, jedoch nicht ausrei­chend Nahrung für die Mikro­or­ga­nis­men vorhan­den ist.

Infol­ge­des­sen werden die verfüg­ba­ren neuen Plätze nicht vollstän­dig besie­delt, wodurch beim Entneh­men des alten Filters die Bakte­ri­en­po­pu­la­ti­on im Aquari­um schrumpft.

Dadurch kann es zu einer abgeschwäch­ten Form eines schnel­len Austau­schens, also zu leicht erhöh­ten Ammonium/​Ammoniak und Nitrit-Werten kommen.

Da sich die Bakte­ri­en­stäm­me erst noch voll ausbil­den müssen, kann es zunächst zu erhöh­ten Ammoni­um-Werten und daraus folgend zu erhöh­ten Nitrit-Werten kommen. Um diesen Werten entge­gen­zu­wir­ken, empfiehlt es sich die neuen Filter­me­di­en Anzuimp­fen oder Bakte­ri­en­star­ter spezi­ell für Filter zu verwenden.

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Filter­ma­te­ria­li­en austauschen

Eine andere Möglich­keit ist es, das alte Filter­ma­te­ri­al teilwei­se oder sogar ganz in den neuen Filter zu überneh­men. Dazu muss es ledig­lich grob unter fließen­dem Wasser gerei­nigt werden.

Wenn alter Filter­schlamm dabei mit in den neuen Filter genom­men wird, ist es kein Problem. Dieser enthält ebenfalls Mikro­or­ga­nis­men, die im neuen Filter angesie­delt werden können.

Beach­te

Nicht jedes Filter­ma­te­ri­al passt in jeden Filter, deshalb sollte vorher auf eine Kompa­ti­bi­li­tät geprüft werden.

Bei passge­nau­en Filter­schwäm­men ist es in einigen Fällen sogar möglich, diese entspre­chend zuzuschnei­den oder auch nur teilwei­se die erste Lage der Filter­wat­te, bzw. des Filter­schau­mes wiederzuverwenden.

Das Überneh­men der alten Filter­ma­te­ria­li­en hat den Vorteil, dass man diese nach und nach durch Neue erset­zen kann, ohne die etablier­te Bakte­ri­en­kul­tur zu zerstö­ren und somit der Tierwelt zu gefährden.

Achtung

Entfer­ne niemals das gesam­te Filter­ma­te­ri­al, sondern erset­ze es nach und nach mit Neuem.

Neuen Filter animpfen

Da durch die Verän­de­rung von äußeren und inneren Parame­tern, wie andere Licht­ver­hält­nis­se oder einen anderen Dünge­plan, die Bakte­ri­en­flo­ra gestört werden kann, empfiehlt es sich das Aquari­um mit entspre­chen­den Bakte­ri­en­prä­pa­ra­ten nachzuimpfen.

Dieses besteht aus vielen unter­schied­li­chen Bakte­ri­en­stäm­men, die sich an die Gegeben­hei­ten des Aquari­ums anpas­sen können.

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Mehr Infor­ma­tio­nen

Wenn man bereits vor hat, den Filter des Aquari­ums zu wechseln, empfiehlt es sich deshalb nach Anbrin­gung des neuen Filters Bakte­ri­en­star­ter entspre­chend der Packungs­an­wei­sung hinzuzugeben.

Beson­ders wenn alte Filter­me­di­en nicht übernom­men werden können, ist diese Vorge­hens­wei­se sinnvoll.

Aller­dings sollte man auch hierbei mindes­tens zwei Wochen lang die Ammonium/​Ammoni­ak und Nitrit-Werte kontrollieren.

Außer­dem könnte es zusätz­lich hilfreich sein, wenn man die Tiere, wenn möglich, nur sehr wenig oder gar nicht füttert.

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Über den Autor

Simon Miller

Ich bin Simon Miller, Gründer von Filter-Vielfalt.de. Hier teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen rund um Wasser-, Luft- und Haushaltsfilter. Mein Ziel: verständliche Infos, ehrliche Vergleiche und praktische Tipps – damit du schnell den passenden Filter findest.

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