Autor: Simon Miller

Das Wichtigs­te in Kürze:

  • Vortei­le der Aquari­um-Innen­fil­ter: Sie sind kosten­güns­tig, kompakt und leise, ideal für kleine­re Aquari­en unter 100 Litern, und benöti­gen keinen zusätz­li­chen Platz außer­halb des Beckens.
  • Nachtei­le: Aufgrund des gerin­ge­ren Filter­vo­lu­mens ist die Filter­leis­tung begrenzt, und die Filter­ein­heit bleibt sicht­bar im Aquarium.
  • Verste­cken und Wartung: Der Innen­fil­ter kann mit Dekora­tio­nen und Pflan­zen kaschiert werden, sollte jedoch für einfa­che Reini­gung zugäng­lich bleiben, um Wartungs­auf­wand zu minimieren.

Aquari­en sind geschlos­se­ne Ökosys­te­me, die insbe­son­de­re auf einen guten Schad­stoff­ab­bau und eine Strömung im Wasser angewie­sen sind. Deshalb ist es umso wichti­ger den richti­gen Aquari­um Filter zu finden.

In diesem Artikel beschrei­ben wir wann ein Aquari­um Innen­fil­ter die besse­re Wahl ist, wie er funktio­niert und worauf man bei dessen Verwen­dung achten sollte.

Eigen­schaf­ten von Aquari­um Innenfilter

Aquari­um Innen­fil­ter sind kosten­güns­tig, kompakt, leistungs­stark und können mithil­fe von Saugnäp­fen im Inneren eines Aquari­ums angebracht werden.

Dadurch sind sie leise und benöti­gen keinen zusätz­li­chen Platz außer­halb des Beckens. Das ist von Vorteil, wenn man das Aquari­um auf einem Schreib­tisch, in einem Büro oder auf einer Ablage­flä­che ohne Unter­schrank platzie­ren möchte.

Da sie nicht so leistungs­stark wie Außen­fil­ter sind, sollte auf die Größe des Beckens geach­tet werden. Bei einer Größe von weniger als 100 Litern und niedri­gem Filter­vo­lu­men können sie noch problem­los einge­setzt werden.

Zudem schüt­zen Innen­fil­ter vor unerwünsch­tem auslau­fen­den Wasser, da selbst bei einem Filter-Leck das Aquari­um Wasser nie das Becken verlässt.

Der Nachteil eines Innen­fil­ters liegt in seinem gerin­gen Filter­vo­lu­men, wodurch nur wenig Filter­ma­te­ri­al verwen­det werden kann. Außer­dem wird er direkt im Becken platziert und ist im Aquari­um deutlich zu erkennen.

Mithil­fe von Aquari­en­de­ko­ra­tio­nen und Wasser­pflan­zen ist es möglich Aquari­um Innen­fil­ter zu verste­cken. Aller­dings sollte man beach­ten, dass genügend Abstand zum Filter­ein­lass vorhan­den ist, damit Wurzeln, Blätter und kleine Steine den Wasser­fluss nicht behindern.

Auch sollte der Filter für regel­mä­ßi­ge Reini­gungs­ar­bei­ten leicht zugäng­lich sein, um ihn nicht jedes Mal umständ­lich befrei­en zu müssen.

Wie genau ein Innen­fil­ter gerei­nigt wird erfährt man in unserem Ratge­ber­ar­ti­kel: Aquari­um Filter reini­gen: […].

Sollte es vorkom­men, dass der Aquari­um Innen­fil­ter brummt, dann liegt das daran, dass die Rohre und Schläu­che des Innen­fil­ters mit dem Becken­rand in Berüh­rung gekom­men sind. Hierbei muss ledig­lich der Kontakt unter­bro­chen werden und schon ist er wieder leiser.




Vor- und Nachtei­le auf einem Blick

Vortei­leNachtei­le

kosten­güns­tig

ist im Becken sichtbar

leise

gerin­ges Filtervolumen

leistungs­stark bei Aquari­en unter 100 Liter

wenig Filter­ma­te­ri­al

platz­spa­rend

muss öfter gerei­nigt werden

einfa­che­re Reini­gung als beim Außenfilter

strom­spa­rend




Auch Hambur­ger Matten­fil­ter, Schwamm­fil­ter und Mehrkam­me­rin­nen­fil­ter gehören zu der Überka­te­go­rie der Aquari­um Innen­fil­ter.

Aller­dings ist meistens vom belieb­ten Einhän­ge­fil­ter die Rede. Aus diesem Grund ist in den nächs­ten Kapiteln, wenn Aquari­um Innen­fil­ter angespro­chen werden, immer der Einhän­ge­fil­ter gemeint.




Wie funktio­nie­ren Aquari­um Innen­fil­ter eigentlich?

Die Filte­rung der Aquari­um Innen­fil­ter kann sowohl mecha­nisch, biolo­gisch, als auch adsorp­tiv (adsorp­ti­ve Filter­me­di­en entzie­hen dem Wasser Schad­stof­fe und lagern/​binden diese) erfol­gen. Dabei ist es davon abhän­gig, welche Filter­me­di­en verwen­det werden.

Alle Filte­run­gen sind wichtig, um Verun­rei­ni­gun­gen zu entfer­nen und Schad­stof­fe, wie Bakte­ri­en oder Viren, abzubau­en und deren Vermeh­rung zu verhin­dern.

Deswe­gen werden häufig Filter­pa­tro­nen aus Schaum­stoff verwen­det, da diese sowohl mecha­ni­sche als auch biolo­gi­sche Filter­me­di­en enthalten.

Funkti­on eines Innenfilters

Bei den meisten Innen­fil­tern wird das Aquari­um Wasser durch Öffnungs­schlit­ze an der unteren Seite (Wasser­ein­lauf) in das Innere des Filters gezogen. Dort fließt es durch die Filter­me­di­en, wird gerei­nigt und aufbe­rei­tet. Anschlie­ßend tritt es an der oberen Seite durch einen Wasser­aus­lauf wieder aus.

Dadurch entsteht eine Wasser­strö­mung, die den Sauer­stoff­trans­port gewähr­leis­tet, den CO2 Wert des Wassers verrin­gert, wichti­ge Nährstof­fe trans­por­tiert und auch weit entfern­ten Schmutz in das Innere des Filter­ge­häu­ses leitet.

Hinweis

Ein nah an der Wasser­ober­flä­che angebrach­ter Wasser­aus­lauf erzeugt eine starke Oberflä­chen­be­we­gung und verbes­sert den CO2- und Sauerstoffaustausch.

Da die Pumpe des Aquari­um Innen­fil­ters mit Strom betrie­ben wird, muss das Kabel durch eine Öffnung in der Aquari­um Abdeckung geführt werden. Anschlie­ßend kann es an einer Steck­do­se angeschlos­sen und in Betrieb genom­men werden.

Sollte die Strömung zu stark sein, kann man bei den meisten Innen­fil­ter, durch einen Durch­fluss­reg­ler, die Stärke des austre­ten­den Wassers regeln. Dieser befin­det sich oftmals am oberen Ende des Filters.

Exper­ten­tipp

Verwen­de lieber einen zu starken, als einen zu schwa­chen Aquari­um Innen­fil­ter und verrin­ge­re die Durch­fluss­men­ge am Regler.

Zudem ist der Filter­aus­lauf oftmals beweg­lich, um so die Strömungs­rich­tung im Aquari­um bestim­men zu können.




Aufbau eines Aquari­um Innenfilters

Aquari­um Innen­fil­ter bestehen im Wesent­li­chen aus einem Motor­block und dem dazuge­hö­ri­gen Filter­be­häl­ter. Durch Verwen­dung von zusätz­li­chem Zubehör kann die Filter­leis­tung zudem erhöht werden.

Motor­block eines Innenfilters

Im Motor­block des Innen­fil­ters, auch Filter­kopf genannt, sitzt die Aquari­um Pumpe, welche für den Durch­fluss des Wassers zustän­dig ist.

Sie wird mithil­fe von Magne­tis­mus betrie­ben und setzt sich aus einem Stator (elektri­scher Magnet) und einem Rotor (kleiner Perma­nent­ma­gnet) zusammen.

Mit einem kleinen zusätz­li­chen Flügel­rad, das am Rotor angebracht ist, wird das Wasser in Bewegung gesetzt und eine Strömung erzeugt.

Dank der Bauform der Kreisel­pum­pe ist es zudem möglich, sie mit Keramik herzu­stel­len, was die Wasser­wer­te nicht beeinflusst.

Außer­dem zeich­net sich die Antriebs­tech­nik durch eine Langle­big­keit aus, da sie extrem verschleiß- und wartungs­arm ist.

Ledig­lich der Rotor muss nach einigen Jahren ausge­tauscht werden, da der Magne­tis­mus nach einer gewis­sen Zeit erschlafft.

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Filter­be­häl­ter des Innenfilters

Da Innen­fil­ter recht klein gehal­ten werden, um im Aquari­um so wenig Platz wie möglich zu beanspru­chen, muss beson­ders auf die Wahl der Filter­me­di­en geach­tet werden.

Mit einer Kombi­na­ti­on aus biolo­gi­schen (Tonröhr­chen, Bio-Bälle, Tonkü­gel­chen, Sinter­glas­ku­geln) und mecha­ni­schen Filter­me­di­en (Filter­schwäm­me) ist das Aquari­um bestens ausgestattet.

Je nach Aquari­um Innen­fil­ter Modell können zudem weite­re Filter­pa­tro­nen mit dem gewünsch­ten Filter­ma­te­ri­al modular hinzu­ge­fügt werden.

Dabei muss aber darauf geach­tet werden, dass das Wasser immer vom gröbs­ten zum feins­ten Materi­al fließen muss.

Das heißt, dass im Aquari­um Innen­fil­ter die Reihen­fol­ge der Filter­me­di­en beson­ders wichtig ist, da zuerst die mecha­ni­sche Filte­rung (grober und dann feine­rer Schwamm) und danach die biolo­gi­sche Filte­rung kommen muss.

Für die biolo­gi­sche Filte­rung eignen sich Sinter­glas­ku­geln am meisten, da sie mit ihrer großen Oberflä­che einen perfek­ten Lebens­raum für Mikro­or­ga­nis­men bieten.

Zudem hat ein grober Filter­schwamm direkt am Wasser­ein­lauf den Vorteil, dass er als Ansaug­schutz fungiert. Dadurch gelan­gen weder Pflan­zen­res­te, noch kleine­re Fische in den Innenfilter.

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Aquari­um Innen­fil­ter Zubehör

Als Aquari­um Innen­fil­ter Zubehör kann man neben einem integrier­ten Heizstab einen integrier­ten UV‑C Klärer wählen, der mithil­fe von UV-Licht das Wasser von Keimen befreit.

Außer­dem ist es dank Filter­pa­tro­nen möglich zusätz­li­chen Platz für Filter­me­di­en zu schaf­fen. Diese können, unabhän­gig vom Anbie­ter des Innen­fil­ters, bei unter­schied­lichs­ten Herstel­lern erstan­den werden.




Aquari­um Innen­fil­ter Varian­ten: Vor- und Nachtei­le im Vergleich

Wie bereits erwähnt definiert der Aquari­um Innen­fil­ter eine Überka­te­go­rie mehre­rer Innen­fil­ter-Varian­ten.

Damit jeder für sich entschei­den kann, welcher für das eigene Aquari­um am besten ist, haben wir nachfol­gend einige Varian­ten erläu­tert und deren Vor- und Nachtei­le aufgezeigt.

Einhän­ge­fil­ter

Einhän­ge­fil­ter gibt es als runde, dreiecki­ge oder recht­ecki­ge Model­le zu kaufen. Sie unter­schei­den sich ledig­lich in ihrer Form und Größe. Zudem bieten einige Model­le die Möglich­keit die Filter­me­di­en durch modula­re Filter­pa­tro­nen zu erweitern.

Der Eckfil­ter ist durch seine dreiecki­ge Form zudem sehr platz­spa­rend und kann durch Wasser­pflan­zen und Aquari­en­de­ko­ra­tio­nen gut versteckt werden.

Vortei­leNachtei­le

sehr kosten­güns­tig

ist im Becken sicht­bar (kann aber versteckt werden)

platz­spa­rend

gerin­ges Filtervolumen

einfa­che Reinigung

muss zur Reini­gung komplett heraus­ge­nom­men werden

flexi­ble Positionierung




Hambur­ger Mattenfilter

Der Hambur­ger Matten­fil­ter (HMF) besteht aus einer Filter­mat­te und einem Lufthe­ber (Umwälz­pum­pe), dessen Auslass durch einen Schlitz in der Filter­mat­te gesteckt wird.

Da er meist über eine gesam­te Seite des Aquari­ums, mit Silikon oder derglei­chen, montiert wird, ist er deutlich zu erken­nen und nur schwer hinter Wasser­pflan­zen oder Dekora­tio­nen zu verstecken.

Ein Vorteil ist jedoch, dass er indivi­du­ell einge­setzt werden kann und auch für kleins­te Jungtie­re ungefähr­lich ist.

Vortei­leNachtei­le

sehr kosten­güns­tig

ist im Becken sichtbar

effek­tiv

fest verbaut

größt­mög­li­ches Filtervolumen

nimmt viel Platz weg

selten Reini­gung nötig

keine bis minima­le Filterung

Schwamm­fil­ter

Schwamm­fil­ter sind luftbe­trie­be­ne Innen­fil­ter, die mithil­fe zweier Schwäm­me, einer Pumpe und einem Auslass­rohr das Wasser reini­gen und gleich­zei­tig für eine gute Belüf­tung sorgen.

Dank des offen­po­ri­gen Filter­schwamms eignen sich Schwamm­fil­ter beson­ders für Nano-Aquari­en, Aufzucht­be­cken und Quaran­tä­ne-Aquari­en. Zudem ist er im Vergleich zu anderen Aquari­um Innen­fil­ter garne­len­si­cher.

Vortei­leNachtei­le

kosten­güns­tig

ist im Becken sichtbar

für Garne­len geeignet

meistens zusätz­li­che Membran­pum­pe erforderlich

großes Filter­vo­lu­men

lauter

Festin­stal­lier­ter Mehrkammerinnenfilter

Mehrkam­me­rin­nen­fil­ter bestehen aus mehre­ren, durch Glas abgetrenn­ten Kammern, welche genügend Platz für unter­schied­li­che Filter­ma­te­ria­li­en, Technik und eine Wasser­pum­pe bieten.

Sie erstre­cken sich meist über die gesam­te Aquari­um Rückwand und können leicht durch Effekt­fo­li­en oder Hardscape (Steine, Wurzeln) verdeckt werden. Leider nimmt der Mehrkam­me­rin­nen­fil­ter dadurch auch sehr viel Platz weg und kann durch seine feste Instal­la­ti­on oftmals nur schwer gerei­nigt werden.

Vortei­leNachtei­le

unsicht­bar im Becken

das Aquas­ca­ping muss dem Filter angepasst werden

effek­tivs­te biolo­gi­sche und mecha­ni­sche Reinigung

benötigt viel Platz

größt­mög­li­ches Filtervolumen

erschwer­te Reinigung

Unser Fazit

Aquari­um Innen­fil­ter eignen sich beson­ders gut für kleine­re Aquari­en bis 100 Liter. Mit der kompak­ten Form und der im Becken platzier­ten Technik sind sie zudem ideal für kleine­re Räume.

Aller­dings geht dadurch auch viel Platz und Lebens­raum im Becken verlo­ren. Auch optisch stechen sie im Aquari­um heraus, was meistens jedoch durch Pflan­zen und Aquari­en­de­ko­ra­tio­nen ausge­gli­chen werden kann.

Schluss­satz

Zusam­men­ge­fasst ist der Innen­fil­ter ideal für kleine Aquari­en mit wenig äußerem Platz, in denen eine Kombi­na­ti­on aus mecha­ni­scher und biolo­gi­scher Filte­rung bevor­zugt wird.




Über den Autor

Simon Miller

Ich bin Simon Miller, Gründer von Filter-Vielfalt.de. Hier teile ich mein Wissen und meine Erfahrungen rund um Wasser-, Luft- und Haushaltsfilter. Mein Ziel: verständliche Infos, ehrliche Vergleiche und praktische Tipps – damit du schnell den passenden Filter findest.

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